Black Velvet Dress – Die Rückkehr von Samt

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Black Velvet Dress – Die Rückkehr von Samt

Samt ist reich und dekadent, mysteriös und elegant – zumindest sind das die Klischees, die der Stoff für gewöhnlich transportiert. Das gilt auch für Herbst/Winter 2016/17 noch, allerdings ist das Samt-Bild diese Saison freier, weniger festgelegt.

SAMT FEIERT SEIN COMEBACK

Königlich, nur einem erlesenen Kreise vorbehalten schmückt uns dieser besondere Stoff bereits seit dem Mittelalter. Wurde Samt früher ausschließlich aus Seide hergestellt, wird dieser heute auch aus Baumwolle, Viskose oder synthetischen Materialien gewebt. 2016 feiert Samt ein fulminantes Comeback! Ob in Form von Mänteln, Hosen oder Jacken, sportlich oder romantisch, am Fuß oder ums Handgelenk getragen: Samt zeigt sich so vielseitig einsetzbar wie nie und ist in allen möglichen Variationen erhältlich. An die lange Geschichte von Samt darf aber schon erinnert werden: Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück. In Italien wurde bereits im frühen 14. Jahrhundert Samt produziert. Rund 150.00 Samtweber waren damals in Mailand beschäftigt. Im späten 16. Jahrhundert führten flämische Weber die Samtweberei in England ein, wo man bedruckten Baumwollsamt und Cordsamt herstellte. Im Laufe des 17. Jahrhunderts gesellte sich Frankreich zur Samt-Herstellung hinzu, mit großflächig gemustertem Samt. Im 18. Jahrhundert fasste die Samt-Industrie schließlich auch in den Niederlanden und in Deutschland Fuß. So weit der Aufstieg des Samts.

Während man ihn früher vorwiegend aus Seide hergestellt hat, wird er heute oft aus Baumwolle oder synthetischen Fasern gewonnen. Es bleibt trotzdem eine aufwendige Prozedur. Zwei Gewebeschichten bilden das Grundgerüst. Dazwischen verwebt man einen zweiten Kettfaden zu Schlaufen. Diese werden am Ende des Prozesses in der Mitte durchtrennt. Dadurch entstehen zwei Samt-Bahnen, die das Gewebe definieren. Als Samt darf nur Gewebe betitelt werden, das eine Florhöhe von maximal zwei Millimetern aufweist. Alles darüber gilt als Velours. Samt wird zudem in Pannesamt, Crushed-Samt und Prägesamt unterschieden. Die Wirkung der zu einem kurzen Flor geschlungenen Fasern ist oft steif und schwer. Doch spätestens seit die Designer ihre Interpretationen von dem Traditionsstoff über den Laufsteg geschickt haben, herrscht Gewissheit, dass Samt in all seinen Farben und Formen den Weg zurück in unsere Kleiderschränke findet.

Für alle „Einsteiger“, die ihrem Look einen samtigen Schimmer verleihen wollen, sind Schuhe, Taschen oder Choker-Ketten aus Samt ideal. Samt ist an sich ein echter Hingucker und wirkt alleine ausgesprochen edel und extravagant. Je nachdem kann er unterschiedliche Effekte erzielen und verleiht seiner Trägerin das gewisse etwas, es ist auf jeden Fall immer ein absoluter Eye Catcher…

Was haltet ihr vom Trend Stoff „Samt“ oder wie kombiniert ihr ihn am Liebsten? Wie immer freue ich mich sehr über eure Kommentare und Anregungen…

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