Ausstellungseröffnung 20 Jahre Helmut Newton -SUMO

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(Werbung)  heute habe ich  wieder ein tolles Highlight für euch und möchte euch auf diesem Wege ganz herzlich zur Ausstellungseröffnung Einladen. Helmut Newton. SUMO, feiert 20. Geburtstag – und wird im Juni mit einer erweiterten Neuausgabe und einer Ausstellung der Helmut Newton Stiftung Berlin gewürdigt.

Eröffnet wird die tolle Ausstellung Am Donnerstag den 06.Juni von 20 bis 22 Uhr im Museum für Fotografie , Jebenstrasse 2 in 10623 Berlin- Charlottenburg.

Zusammen mit dem TASCHEN Verlag möchte ich euch recht herzlich zum diesem tollen Event Einladen. Wenn ihr also in Berlin wohnt oder auch in der Nähe seit, lasst euch dieses tolle Event nicht entgehen und schaut auf alle Fälle mal vorbei…

 

20 Years of SUMO

The Helmut Newton SUMO, revised by June Newton and with a making-of booklet
XL
Helmut Newton. SUMO. 20th Anniversary
Edition

ISBN 978-3-8365-7819-6 (English, French,
German)

Die SUMO erschien in einer limitierten Auflage von 10.000 signierten und nummerierten Exemplaren, die bald nach der Veröffentlichung ausverkauft waren und schnell ihren Wert vervielfachten. Als Sensation auf dem Buchmarkt in aller Welt ist die Publikation heute in zahlreichen bedeutenden Sammlungen zu finden, darunter dem Museum of Modern Art in New York.

Das legendäre SUMO-Exemplar Nummer eins, handsigniert von über 100 der in dem Buch abgebildeten berühmten Persönlichkeiten, brach den Rekord für das teuerste Buch des 20. Jahrhunderts: Bei einer Auktion in Berlin am 6. April 2000 kam es für damals 620 000 DM unter den Hammer. 

SUMO setzte neue Standards für das Genre der Kunstmonografie und sicherte sich einen prominenten Platz in der Geschichte des Fotobuchs. Helmut Newton wäre sicher hoch erfreut darüber, dass SUMO – überarbeitet von June Newton –, zwei Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung, in einem Format herausgegeben wird, das eine demokratischere Verbreitung ermöglicht und seine Kunst einem großen Publikum zugänglich macht.

 

Ausstellungseröffnung 20 Jahre Helmut Newton -SUMO

 

 

1999, vor 20 Jahren, veröffentlichte TASCHEN sein erstes monumentales Kunstbuch: Helmut Newtons SUMO. Es kam in einem ungewöhnlich großen Format von 70 x 50 cm und einer Auflage von 10 000 Exemplaren auf den Markt, alle vom Fotografen persönlich signiert, ausgeliefert mit einem von PhilippeStarck entworfenen Metallständer.

Darauf ruht es seitdem in vielen großzügigen Sammlerwohnungen, während von Zeit zu Zeit wohl eine der postergroßen Seiten umgeblättert wird.

Vorgestellt auf der Frankfurter Buchmesse, wurde ein Exemplar des SUMO-Buches, von den meisten von Newton porträtierten internationalen Kulturgrößen zusätzlich signiert, etwas später bei einer Charity-Auktion in Berlin für 620 000 DM versteigert – und damit zum teuersten Buch des 20. Jahrhunderts, ein weiterer Superlativ.

2009, vor zehn Jahren, organisierte die Helmut Newton Stiftung eine ungewöhnliche, gewissermaßen adäquate Ausstellung zu dieser legendären Publikation: Die 464 Buchseiten hingen gerahmt nebeneinander an der Wand, in drei Reihen übereinander.

Die Besucher*innen konnten – anders als beim sukzessiven Blättern durch das Buch – in der Ausstellung sprichwörtlich alles auf einmal sehen und wurden von den mehr als 400 Fotografien gleichsam eingerahmt. So  war es möglich, die vielen ikonischen Bilder von Newton, insbesondere seiner Hauptgenres Mode, Porträt und Akt, individuell und über die unterschiedlichen Entstehungszeiten von den 1960er- bis in die 1990er-Jahre miteinander in Beziehung zu setzen.

Copyright: Alice Springs
Helmut Newton,
Benedikt Taschen and SUMO on its
table designed by Philippe Starck,
Cologne, July 7, 1999.

 

 

Anlässlich dieser Ausstellung erschien diese verkleinerte Version des SUMO in einer weitaus größeren Auflage, die bis heute auf dem  Buchmarkt erhältlich ist.

Nun, weitere zehn Jahre später, wird SUMO erneut in der Helmut Newton Stiftung präsentiert, über- und nebeneinander, der Reihenfolge im Buch folgend: Wir
begegnen in der Publikation und in der Berliner Ausstellung unter anderem Newtons berühmten Big Nudes,

Sie kommen und anderen Aktaufnahmen, zahlreichen Modebildern für die unterschiedlichen Ausgaben der Vogue, für Zeitschriften wie Queen, Nova, Elle, Stern oder Vanity Fair sowie Porträts von bekannten Schauspieler*innen oder Künstlern, darunter Liz Taylor und Jodie Foster oder Salvador Dalí und Andy Warhol.

So breitet sich Newtons Werk innerhalb dieser Ausstellung anders aus als üblich, und selbst eine solch große Bildauswahl ist nur ein winziger Ausschnitt aus seinem gigantischen OEuvre voller zeitloser Eleganz und subtiler Verführung.

Eingeleitet wird die bahnbrechende Publikation SUMO von einem autobiografischen, englischsprachigen Text Helmut Newtons, der wie die anderen gerahmten Buchseiten ebenfalls an den Ausstellungswänden hängt und mit dem uns der Fotograf auf eine Zeitreise mitnimmt, hinein in seine Ausbildung bei Yva in Berlin von 1936 bis 1938, in die Zeit nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten in Singapur und Australien in den 1940er-Jahren sowie nach Paris, wo Anfang der 1960er-Jahre, insbesondere bei der französischen Vogue, seine unvergleichliche Karriere begann.

 

Newton nennt im Text als fotografische Vorbilder Erich Salomon und Brassaï, dessen gewagte Aufnahmen von Prostituierten im nächtlichen Paris der 1930er-Jahre er vier Jahrzehnte später neu interpretierte und in außergewöhnliche Mode-Editorials für die französische Vogue übersetzte.

In Paris arbeitete auch Newton meist auf der Straße, die er geschickt zu einer Bühne für seine lasziv und selbstbewusst auftretenden Modelle
und die zu visualisierende Mode umfunktionierte. Häufig war er dem Zeitgeist mit seinen innovativen und grenzüberschreitenden Modearrangements voraus.

Newtons Modefotografie zeichnete sich, jenseits einer traditionellen Erzählweise, stets durch luxuriöse Eleganz und subtile Verführung, kulturhistorische Bildzitateund einen überraschenden Bildwitz aus, und so erschuf er immer wieder kongeniale Bilder manch revolutionärer Modeentwürfe.

Ab 1980 kamen Aktaufnahmen und etwas später auch zahlreiche Porträts der Berühmten und Berüchtigten“ hinzu, unter anderem in Hollywood, wo Helmut und June Newton im Hotel Chateau Marmont stets die ersten Monate des Jahres verbrachten.

Dort trafen sich Benedikt Taschen und die Newtons mehrfach,auch um die Entstehung des SUMO zu diskutieren – und dort starb der Fotograf im Januar 2004, kurz nachdem er die nach ihm benannte Stiftung in seiner Heimatstadt Berlin gegründet hatte, die seitdem sein fotografisches Werk bewahrt, erschließt und präsentiert.

Mit Blick auf seine Modebilder erkennen wir nicht nur die sich leicht verändernde, stets zeitgemäße Bildsprache des Fotografen, sondern vor allem die sich radikal wandelnde Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft seit den 1950er-Jahren.

Das umfangreiche Werk, das uns Newton hinterlassen hat, ist ein künstlerisches Zeitdokument, inhaltlich überaus vielschichtig und raffiniert, herausfordernd undstilbildend – auch für die folgende Generation. Helmut Newton ist vermutlich der meistpublizierte und meistdiskutierte Fotograf aller Zeiten, er wurde bis zuseinem Tod von den renommiertesten Zeitschriften und Designern gebucht; sein Werk polarisiert und fasziniert die Menschen bis heute.

All dies findet sich auch im unvergleichlichen SUMO und in den regelmäßig wechselnden Ausstellungen der Helmut Newton Stiftung wieder. Und durch sein Werk, das weltweit ausgestellt und publiziert wird, lebt er weiter.

 

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